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Wer Sicherheit will, kommt an Unsicherheit nicht vorbei

Stellen Sie sich vor, Sie leiten ein Unternehmen, das analoge Kameras für die Fotografie herstellt. Das Unternehmen ist mit den traditionsreichen Kameras bereits sehr lange erfolgreich und von dem Produkt überzeugt. Die Entwicklung war aufwendig, das Produkt ausschlaggebend dafür, dass Fotografieren plötzlich massentauglich wird. 

Plötzlich erscheint eine technologische Neuheit auf dem Markt - die digitale Fotografie und damit die viel kleineren Digitalkameras. Für Sie steht jedoch fest: Ihr Produkt ist gut. Analoge Fotografie ist ihr Kerngeschäft. Die Kunden schätzen Ihre Kameras. Ihre analogen Kameras sind ihre Sicherheit, ihr Erfolg, ihr bekanntes Terrain und das schon seit vielen Jahren. Was soll also schief gehen? 

 

Innovation heißt: Kurzfristige Unsicherheit für langfristigen Erfolg 

 

Diese Entscheidung hat das Unternehmen Kodak damals tatsächlich so getroffen und musste die Konsequenz tragen: Firmen wie Nikon scheuten die Innovation nicht, sondern trieben sie voran und machten damit satte Gewinne. Kodak, einstiger Pionier der Fotografie, meldete hingegen 2012 Insolvenz an.  

Das Unternehmen hat sich damals also für den bekannten, den sicheren Weg entschieden - und ist damit gescheitert. Ebenfalls so ergangen ist es beispielsweise dem ehemals sehr erfolgreichen Versandhaus Quelle oder dem damaligen Handy-Pionier Nokia. Diese Beispiele zeigen: Um langfristig erfolgreich und sicher zu sein, muss kurzfristige Unsicherheit in Kauf genommen werden.

 

Nicht innovieren ist keine Option

 

Dieses Phänomen zeigt sich allerdings nicht nur auf großer, internationaler Konzern-Ebene. Alle Unternehmer, egal ob Restaurant-Besitzer oder mittelständische Geschäftsführer, müsen ihr Geschäftsmodell regelmäßig hinterfragen, Ausschau nach alternativen, besseren Technologien und Services halten und sich gegebenenfalls auf den kurzen Weg der Unsicherheit begeben, um den langfristigen Weg der Sicherheit halten zu können. 

In der aktuellen Marktumgebung, die definiert wird durch die Globalisierung, die Dynamik und die Digitalisierung, ist nicht innovieren keine Option mehr. Das wurde nicht zuletzt durch Corona noch deutlicher. Obwohl Restaurants schließen mussten, waren diejenigen erfolgreich, die sich schnell und flexibel anpassten und beispielsweise Liefer-Service anboten. Ideen und Innovationen sind also einer der größten Garanten für nachhaltigen Erfolg im 21. Jahrhundert. Nur - Wie setzt man Sie erfolgreich um?

 

Wie Unternehmen innovativ werden können

 

Innovation in Unternehmen hat viele verschiedene Facetten: Von der kleinen Prozessoptimierung an der Maschine, so dass der Mitarbeiter sich einen Handgriff spart über das neue Produkt, das nun auch digital kommunizieren kann bis hin zu einem komplett neuartigen Geschäftsmodell. 

Wie schaffen es Unternehmen nun, solche Innovationspotenziale zu erkennen und zielgerichtet umzusetzen? Die schlechte Antwort vorweg: Den einen Weg gibt es hierfür nicht. Ein innovatives Unternehmen, das erfolgreich Innovationen umsetzt ist stets ein Wirkungsgeflecht aus unzähligen spezifischen Vorgängen, kulturellen Eigenschaften und organisationalen sowie marktspezifischen Rahmenbedingungen. Jedes Unternehmen hat bestimmte Mitarbeiter mit besonderen Stärken und Schwächen, eine individuelle Unternehmenskultur, bestimmte Kunden und Lieferanten, ein Top-Management, das mehr oder weniger veränderungsbereit agiert. Klar ist also schon einmal: Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg hin zu Innovation finden.

Innovation Dampfmaschine

 

 

Erfolgsfaktoren für Innovation

 

Auch wenn es also nicht die eine Patentregel für erfolgreiche Innovationen in Organisationen gibt - so kristallisieren sich aus der wissenschaftlichen Fachliteratur doch verschiedene Erfolgskriterien heraus, die erfolgreiche Innovationen deutlich wahrscheinlicher machen. So ist beispielsweise der Einsatz und die Veränderungsbereitschaft des Top-Managements gerade in kleinen- und mittleren Unternehmen unverzichtbar. Ebenfalls von großer Bedeutung ist eine gelebte und innovationsförderliche Unternehmenskultur, in der Fehler als Chance begriffen werden, Mitarbeiter Freiräume zum Entwickeln eigener Ideen haben, offen und häufig über alle Hierarchie-Stufen hinweg kommuniziert wird, Konflikte konstruktiv gelöst werden und Veränderung als Fortschritt anstatt als Bedrohung wahrgenommen wird. Darüber hinaus ist eine frühe Einbindung der Kunden und eine Ausrichtung an deren Bedürfnissen essenziell. 

 

Masterarbeit als wissenschaftliche Basis

 

Auf dem Weg hin zu mehr Innovation können externe Beratungs-Unternehmen unterstützen und gerade durch die Nicht-Zugehörigkeit zum Betrieb den ein oder anderen "blinden Fleck" aufdecken. So beschäftigen auch wir uns aktuell mit der Entwicklung eines bedürfnis-angepassten Beratungskonzeptes zum Aufbau eines Innovationsmanagements. Basis hierfür ist eine Masterarbeit, die genau diese Thematik von wissenschaftlicher Seite beleuchtet. Teil der Masterarbeit ist sowohl der Literaturteil, der auf aktuellsten Studien beruht, als auch ein empirischer Teil mit eigener Datenerhebung. Hierzu wurden qualitative Interviews mit der Geschäftsführung verschiedener Allgäuer Mittelständler geführt, um herauszufinden, welche Bedürfnisse und Problematiken hinsichtlich Innovation unternehmensseitig tatsächlich bestehen. So soll garantiert werden, dass das Beratungskonzept nicht "am Kunden vorbei" entwickelt wird. Außerdem wurden Innovationsberater interviewt, um auf deren Erfahrungswissen aufbauen zu können. Darüber hinaus wird Tiefblick, losgelöst von der Masterarbeit, einen Online-Fragebogen für die Geschäftsführungen und/oder Entwicklungsabteilungen von Allgäuer Mittelständlern erstellen, um neben den qualitativen Daten auch noch quantitative Erkenntnisse über die Kundenbedürfnisse hinsichtlich Innovationsberatung zu gewinnen. Entstehen wird daraus schlussendlich ein modulares Konzept, das auf aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut und selbstverständlich spezifisch an jede Organisation angepasst wird. So stellen wir sicher, dass unsere Beratung Sie auf Ihrem Weg zu Ihrer individuellen Zielvorstellung unterstützt und als Katalysator wirkt - ohne Ihnen einen abstrakten, den Firmen- und Mitarbeiterwerten nicht entsprechenden Prozess überzustülpen. Die Organisation, die Mitarbeiter, die Unternehmenskultur und die entsprechenden Ziele sind unser Ausgangspunkt für die Entwicklung Ihres individuellen Beratungskonzeptes hin zu mehr Innovation. 

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